Alle Episoden

Warum das Platzen der KI-Blase auch geopolitisch verheerend wäre (Wh.)

Warum das Platzen der KI-Blase auch geopolitisch verheerend wäre (Wh.)

27m 1s

Kolonialismus, Antisemitismus und Populismus: Der Blick in die Geschichte zeigt, wie verheerend das Platzen der KI-Blase wäre.

Heutiger Gast: Markus Städeli, Wirtschaftsredaktor NZZ
Host: David Vogel

Die Analyse von NZZ Chefökonom Peter A. Fischer liest du [hier ](https://www.nzz.ch/pro/die-tech-aktien-sind-teuer-koennen-wir-deswegen-schon-von-einer-blase-sprechen-und-was-waere-wenn-sie-platzt-ld.1912545)

[Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)

Fragen? Feedback? Das NZZ Geopolitik-Team erreichst du unter geopolitik@nzz.ch.

Macht vor Recht: Ist es vorbei mit der globalen Kooperation? (Wh.)

Macht vor Recht: Ist es vorbei mit der globalen Kooperation? (Wh.)

34m 29s

Internationale Organisationen wie die UNO, die NATO oder die WTO wurden nach 1945 geschaffen, um Frieden, Stabilität und die globale Zusammenarbeit zu sichern. Doch heute stehen sie massiv unter Druck. Immer mehr Staaten verhalten sich unkooperativ, blockieren Entscheidungen, brechen Regeln oder ziehen sich ganz aus internationalen Abkommen zurück. Allen voran die USA.

In dieser Episode von «NZZ Geopolitik» erklärt die Politikwissenschaftlerin Stefanie Walter, warum Staaten kooperieren, was dabei Kooperationsgewinne sind; sie zeigt aber auch auf, weshalb gerade mächtige Länder auf nationale Alleingänge setzen und warum wir uns in einer Ära zunehmender Nicht-Kooperation befinden. Anhand konkreter Beispiele – von den USA...

Vom Friedens- zum Machtprojekt: warum die EU jetzt sogar den Rechtspopulisten gefällt

Vom Friedens- zum Machtprojekt: warum die EU jetzt sogar den Rechtspopulisten gefällt

38m 33s

Ein Gruppenbild voller ernster Mienen beim jüngsten NATO-Gipfel zeigt es deutlich: Von der oft beschworenen Harmonie der europäischen Familie ist wenig zu spüren. Doch ist das europäische Projekt gescheitert? Der Wirtschaftshistoriker, Politikberater und Publizist Joseph de Weck ist im Gespräch mit David Vogel vom Gegenteil überzeugt.
Europa befindet sich in einer historischen Übergangsphase. Während Russland massiven Druck ausübt, ziehen sich die USA als traditioneller Schutzpatron zunehmend zurück. In diesem neuen Machtvakuum wandelt sich die EU unaufhaltsam von einem reinen Friedens- und Rechtsprojekt zu einem pragmatischen, rücksichtsloseren Machtprojekt. De Weck erklärt, warum der Aufstieg rechtspopulistischer Kräfte das System zwar von innen...

Die Schweiz als Mediatorin: Ein Auslaufmodell in der neuen Weltordnung?

Die Schweiz als Mediatorin: Ein Auslaufmodell in der neuen Weltordnung?

30m 59s

Die Guten Dienste und die Neutralität gelten als zentrale Pfeiler der Schweizer Aussenpolitik und der Identität des Landes. Doch in einer sich fundamental verändernden Weltordnung gerät dieses Erfolgsmodell zunehmend unter Druck. Am Beispiel der Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran zeigt sich, dass die Schweiz ihr Alleinstellungsmerkmal als diplomatischer Vermittler verloren hat. Neue Akteure drängen auf den Markt der internationalen Mediation.
Wie muss sich die Schweizer Aussenpolitik neu positionieren? Der Leiter des Thinktank CSS der ETH Zürich, Daniel Möckli, analysiert in der neuen Folge von “NZZ Geopolitik" die aktuellen Herausforderungen und erklärt, warum die Zukunft der Vermittlungsarbeit abseits der...

Westsahara: Warum sich die Welt wieder für den vergessenen Konflikt interessiert - sogar Trump

Westsahara: Warum sich die Welt wieder für den vergessenen Konflikt interessiert - sogar Trump

29m 20s

Seit fast 50 Jahren ist der Konflikt um die Westsahara ungelöst. Lange galt er als einer der «vergessenen Konflikte» der Weltpolitik. Doch geopolitische Entwicklungen der vergangenen Jahre verändern die Dynamik zunehmend. Marokkos internationale Position wird stärker, während Algerien und die Polisario-Bewegung unter Druck geraten.

In der neuen Folge von «NZZ Geopolitik» analysiert die Nordafrika-Expertin der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) Isabelle Wehrenfels, wie Marokko durch strategische Diplomatie und einflussreiche Verbündete seine Position stärken konnte und nun einen weitreichenden Autonomieplan vorantreibt, der weitreichende regionale und geopolitische Folgen hat.

Heutiger Gast: [Isabelle Werenfels](https://www.swp-berlin.org/wissenschaftler-in/isabelle-werenfels), Nordafrika-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin...

Iran-Gespräche: Nur das Regime in Teheran frohlockt über Trumps Scheinsieg

Iran-Gespräche: Nur das Regime in Teheran frohlockt über Trumps Scheinsieg

33m 41s

Ein Gala-Dinner im prunkvollen Schloss Versailles bildet die Kulisse für Donald Trumps jüngsten diplomatischen Coup: die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs. Während der US-Präsident die Einigung lautstark als historischen Durchbruch feiert, zeichnet der Iran-Experte Simon Wolfgang Fuchs ein gänzlich anderes Bild. Das Abkommen erweise sich bei genauerem Hinsehen als massives Zugeständnis an das Regime in Teheran. Der Iran profitiere von wirtschaftlichen Erleichterungen, einem gigantischen Wiederaufbaufonds und der Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, während zentrale westliche Kriegsziele wie das iranische Atom- und Raketenprogramm verschoben wurden. Das Memorandum treibe ausserdem einen tiefen Keil zwischen die Verbündeten USA und Israel.

Heutiger Gast: [Simon...

Aus für FCAS: Was das Ende des deutsch-französischen Kampfjets bedeutet

Aus für FCAS: Was das Ende des deutsch-französischen Kampfjets bedeutet

30m 32s

Das deutsch-französische Rüstungsprojekt FCAS sollte Europas Antwort auf die Dominanz der USA im Bereich moderner Luftverteidigung werden und die europäische Sicherheit erhöhen: ein Kampfjet der nächsten Generation, ergänzt durch Drohnen, Datennetzwerke und ein vernetztes Luftkampfsystem. Neun Jahre später ist das Projekt, das von Merkel und Macron 2017 lanciert wurde, gescheitert. Es kam zum Grounding noch vor dem ersten Start.

In dieser Folge von «NZZ Geopolitik» analysieren wir Gründe und Ursachen des Scheiterns dieses grössten und ambitioniertesten europäischen Rüstungsprojekts der Geschichte. Warum schafften Deutschland und Frankreich keinen Konsens - trotz wachsender geopolitischer Unsicherheiten? Welche Rolle spielten dabei unterschiedliche nationale Interessen, Divergenzen...

Putin steckt ein, Selenski schreibt Briefe: Steht der Ukraine-Krieg vor einer Wende?

Putin steckt ein, Selenski schreibt Briefe: Steht der Ukraine-Krieg vor einer Wende?

30m 22s

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine dauert nun schon über vier Jahre. Doch an der Front zeichnet sich eine neue Phase ab. Mit präzisen Drohnenangriffen bis weit ins russische Hinterland wie nach St. Petersburg setzt die Ukraine den Kreml zunehmend unter Druck. Die russische Frühjahrsoffensive wurde so im Keim erstickt und endete in einem Desaster.
Der Russland- und Sicherheitsexperte Nico Lange erklärt im Gespräch mit David Vogel, warum sich Wladimir Putin in einer strategischen Bredouille befindet und wieso die Ukraine nun eine gewisse Überlegenheit im Drohnenkrieg besitzt. Während die USA signalisieren, sich diplomatisch zurückzuziehen, stehen die europäischen Staaten vor einer...

Weltraum-Anarchie: Wer kontrolliert die Tausenden neuen Satelliten?

Weltraum-Anarchie: Wer kontrolliert die Tausenden neuen Satelliten?

36m 10s

Manchmal herrscht auch auf der Internationalen Raumstation ISS plötzlich angespannte Stimmung. So wie im November 2021, als die Raumfahrer evakuiert werden mussten, weil eine russische Anti-Satelliten-Rakete Trümmerteile im All hinterliess. Der Vorfall zeigt ein wachsendes Problem: Die zunehmende Kommerzialisierung des Weltraums führt zu einem echten Dichtestress im Orbit.

In dieser Live-Aufzeichnung von «NZZ Geopolitik» an der ETH Zürich sprechen die Experten über die Chancen und Risiken der neuen «New Space Era». Dank wiederverwendbarer Raketen von Firmen wie SpaceX sinken die Transportkosten rasant, was die Zahl der Satelliten explodieren lässt. Doch wem gehören die Daten und wie sicher ist die kritische...

Söldner, Gold und Einfluss: Wie erfolgreich ist Russland in Afrika wirklich?

Söldner, Gold und Einfluss: Wie erfolgreich ist Russland in Afrika wirklich?

31m 24s

Ein Rückzug russischer Söldner im Norden Malis wirft ein Schlaglicht auf das Engagement Moskaus auf dem afrikanischen Kontinent. Oft als antiwestliche Retter herbeigeholt, bleibt die Bilanz der russischen Präsenz ernüchternd. Wie kam es dazu, dass private Milizen wie die Wagner-Truppe in Ländern wie Libyen, der Zentralafrikanischen Republik und Mali so aktiv wurden? Der Friedens- und Konfliktforscher Tim Glawion erklärt die historischen Wurzeln aus der Sowjetzeit und die heutige Taktik Russlands, die vor allem auf den Schutz fragiler Regime, den Zugang zu Rohstoffen und gezielte Desinformation setzt. Doch während Russland vor allem mit Eliten kooperiert und bestehende Strukturen destabilisiert, fehlt ihm...