Alle Episoden

9/11: Die eigentliche Tragödie begann danach – mit dem «War on Terror»

9/11: Die eigentliche Tragödie begann danach – mit dem «War on Terror»

33m 0s

Vor genau 25 Jahren erschütterten die Anschläge vom 11. September die USA und lösten den globalen «War on Terror» aus. Doch anstatt Stabilität zu bringen, entpuppte sich die militärische Reaktion der Amerikaner als strategischer Fehler. Ihr Vorgehen gegen al-Kaida in Afghanistan wurde allseits unterstützt. Doch mit dem anschliessenden Einmarsch in den Irak wendete sich das Blatt. Die amerikanische Führung glaubte nach dem ersten Erfolg in Afghanistan, auch andere Länder und Systeme nach ihren Vorstellungen formen zu können - und scheiterte. Für den Terrorismusexperten Peter Neumann war dies «wahrscheinlich der ultimative Moment der amerikanischen Hybris».

Die Konsequenzen dieser geopolitischen Überdehnung spürt...

Chinas stiller Krieg um Taiwan hat längst begonnen

Chinas stiller Krieg um Taiwan hat längst begonnen

27m 40s

Der Angriff auf Taiwan hat längst begonnen. Dieser Überzeugung ist der Sinologe, ehemalige Spiegel-Journalist und Geheimdienstexperte Jürgen Kremp. Im Gespräch mit David Vogel berichtet Kremp von eigenen Erfahrungen mit Beschattungen durch chinesische Agenten und erläutert, wie Peking versucht, Taiwan ohne militärische Waffengewalt zu unterwandern. Jeden Tag sieht sich Taiwan mit rund 2,6 Millionen Cyberangriffen konfrontiert. Parallel dazu schüren gezielte Falschmeldungen in den sozialen Medien Misstrauen in der Bevölkerung. Zudem sorgt der Einfluss auf Parteien und Medienkonzerne für eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung. Jürgen Kremp ordnet die Lage ein und erklärt, warum das Schicksal von Taiwan auch für die westliche Welt ein...

Iran und Ukraine: Verschmelzen die beiden Konflikte zu einem Gigakrieg?

Iran und Ukraine: Verschmelzen die beiden Konflikte zu einem Gigakrieg?

31m 57s

Die Kriege in der Ukraine und im Iran sind längst nicht mehr voneinander zu trennen. Ein ukrainischer Drohnenangriff auf ein iranisches Frachtschiff im Kaspischen Meer zeigt, wie weit sich der Konflikt ausdehnt. Militär- und Sicherheitsexperte Sascha Bruchmann erklärt, warum die Ukraine inzwischen iranische Lieferketten ins Visier nimmt, welche Rolle russische Drohnen, Satelliten und chinesische Technologie spielen und weshalb Russland und Iran immer enger zusammenarbeiten. Droht uns nun ein globaler Grosskonflikt, der nicht mehr aufzuhalten ist? «Je länger und mehr Akteure, Technologien und Ressourcen betroffen sind, desto globaler wird dieser Krieg», sagt Bruchmann im Podcast. Noch handle es sich eher um...

Europas trockene Zukunft: Drohen jetzt Wasserkriege?

Europas trockene Zukunft: Drohen jetzt Wasserkriege?

28m 4s

Europa leidet unter einer beispiellosen Trockenheit und historischen Niedrigwasserständen. Selbst Regionen wie das „Wasserschloss Schweiz“ stossen an Grenzen, während sich die geopolitischen Folgen der Wasserknappheit immer deutlicher zeigen. Werden künftige Konflikte nicht mehr um Öl, sondern um Wasser geführt? David Vogel spricht mit der Wasserexpertin Susanne Schmeier darüber, wie grenzüberschreitendes Wassermanagement funktioniert, warum Staudämme oft als Konfliktauslöser dienen und weshalb der Sommer 2026 ein drastischer Aufwacheffekt für Europa ist.

Heutiger Gast: Prof. Dr. Susanne [Schmeier](https://www.un-ihe.org/people/staff/susanne-schmeier)
Host: David Vogel

Die Folge über das Walliser Dorf findest du [hier](https://www.nzz.ch/podcast/akzent/nicht-mehr-als-5000-weil-wasser-fehlt-will-ein-walliser-dorf-nicht-wachsen-ld.10019106)

Fragen? Feedback? Das NZZ Geopolitik-Team erreichst du unter geopolitik@nzz.ch.

[Exklusiv für dich als...

Geoökonomie: Warum die neoliberale Globalisierung ihr Ende erreicht hat (Wh.)

Geoökonomie: Warum die neoliberale Globalisierung ihr Ende erreicht hat (Wh.)

27m 30s

Seit einigen Jahren wird über das Ende der Globalisierung gesprochen. Spätestens mit der Einführung von «reziproken Zöllen» durch US-Präsident Donald Trump sehen sich Ökonomen darin bestätigt und sprechen vom «Sargnagel der Globalisierung». Der Politökonom Milan Babic stimmt nicht in den Chor ein: «Die Globalisierung ist nicht zu Ende. Wir steuern stattdessen auf ein neues, ein geoökonomisches Zeitalter zu.» Was Geoökonomie genau bedeutet, erklärt Babic in der neuen Folge von «NZZ Geopolitik».

Heutiger Gast: Milan [Babic](https://milanbabic.com/?page_id=2), Politökonom Universität Amsterdam
Host: David Vogel

Du hast schon ein NZZ-Abo und willst NZZ Pro zusätzlich bekommen. Das Angebot dafür findest du [hier](https://abo.nzz.ch/23055512-2/).

Du hast...

Gotteskrieger im Weissen Haus: wie christliche Rhetorik den Iran-Krieg befeuert (Wh.)

Gotteskrieger im Weissen Haus: wie christliche Rhetorik den Iran-Krieg befeuert (Wh.)

32m 24s

Religiöse Narrative spielen im aktuellen Iran-Konflikt eine zentrale Rolle – besonders in der politischen Kommunikation der USA. In dieser Folge wird analysiert, wie biblische Bilder, Endzeitvorstellungen und Begriffe wie „heiliger Krieg“ oder „auserwählte Nation“ gezielt eingesetzt werden, um militärisches Handeln zu legitimieren. Doch wenn Geopolitik auf radikale Theologie trifft, kann diese Rhetorik zum Brandbeschleuniger werden, warnt der Historiker und Theologe im Podcast.

Gast: Michael Hochgeschwender, Professor für nordamerikanische Kulturgeschichte an der LMU München und katholischer Theologe Host: Marlen Oehler Redaktion: David Vogel

Du hast schon ein NZZ-Abo und willst NZZ Pro zusätzlich bekommen. Das Angebot dafür findest du hier.

Du...

Warum das Platzen der KI-Blase auch geopolitisch verheerend wäre (Wh.)

Warum das Platzen der KI-Blase auch geopolitisch verheerend wäre (Wh.)

27m 1s

Kolonialismus, Antisemitismus und Populismus: Der Blick in die Geschichte zeigt, wie verheerend das Platzen der KI-Blase wäre.

Heutiger Gast: Markus Städeli, Wirtschaftsredaktor NZZ
Host: David Vogel

Die Analyse von NZZ Chefökonom Peter A. Fischer liest du [hier ](https://www.nzz.ch/pro/die-tech-aktien-sind-teuer-koennen-wir-deswegen-schon-von-einer-blase-sprechen-und-was-waere-wenn-sie-platzt-ld.1912545)

[Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)

Fragen? Feedback? Das NZZ Geopolitik-Team erreichst du unter geopolitik@nzz.ch.

Macht vor Recht: Ist es vorbei mit der globalen Kooperation? (Wh.)

Macht vor Recht: Ist es vorbei mit der globalen Kooperation? (Wh.)

34m 29s

Internationale Organisationen wie die UNO, die NATO oder die WTO wurden nach 1945 geschaffen, um Frieden, Stabilität und die globale Zusammenarbeit zu sichern. Doch heute stehen sie massiv unter Druck. Immer mehr Staaten verhalten sich unkooperativ, blockieren Entscheidungen, brechen Regeln oder ziehen sich ganz aus internationalen Abkommen zurück. Allen voran die USA.

In dieser Episode von «NZZ Geopolitik» erklärt die Politikwissenschaftlerin Stefanie Walter, warum Staaten kooperieren, was dabei Kooperationsgewinne sind; sie zeigt aber auch auf, weshalb gerade mächtige Länder auf nationale Alleingänge setzen und warum wir uns in einer Ära zunehmender Nicht-Kooperation befinden. Anhand konkreter Beispiele – von den USA...

Vom Friedens- zum Machtprojekt: warum die EU jetzt sogar den Rechtspopulisten gefällt

Vom Friedens- zum Machtprojekt: warum die EU jetzt sogar den Rechtspopulisten gefällt

38m 33s

Ein Gruppenbild voller ernster Mienen beim jüngsten NATO-Gipfel zeigt es deutlich: Von der oft beschworenen Harmonie der europäischen Familie ist wenig zu spüren. Doch ist das europäische Projekt gescheitert? Der Wirtschaftshistoriker, Politikberater und Publizist Joseph de Weck ist im Gespräch mit David Vogel vom Gegenteil überzeugt.
Europa befindet sich in einer historischen Übergangsphase. Während Russland massiven Druck ausübt, ziehen sich die USA als traditioneller Schutzpatron zunehmend zurück. In diesem neuen Machtvakuum wandelt sich die EU unaufhaltsam von einem reinen Friedens- und Rechtsprojekt zu einem pragmatischen, rücksichtsloseren Machtprojekt. De Weck erklärt, warum der Aufstieg rechtspopulistischer Kräfte das System zwar von innen...

Die Schweiz als Mediatorin: Ein Auslaufmodell in der neuen Weltordnung?

Die Schweiz als Mediatorin: Ein Auslaufmodell in der neuen Weltordnung?

30m 59s

Die Guten Dienste und die Neutralität gelten als zentrale Pfeiler der Schweizer Aussenpolitik und der Identität des Landes. Doch in einer sich fundamental verändernden Weltordnung gerät dieses Erfolgsmodell zunehmend unter Druck. Am Beispiel der Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran zeigt sich, dass die Schweiz ihr Alleinstellungsmerkmal als diplomatischer Vermittler verloren hat. Neue Akteure drängen auf den Markt der internationalen Mediation.
Wie muss sich die Schweizer Aussenpolitik neu positionieren? Der Leiter des Thinktank CSS der ETH Zürich, Daniel Möckli, analysiert in der neuen Folge von “NZZ Geopolitik" die aktuellen Herausforderungen und erklärt, warum die Zukunft der Vermittlungsarbeit abseits der...