250 Dollar: Freiheit (4/5) - Die komplette neue NZZ-Serie zum Nachhören
Shownotes
Christian ist seit Wochen in Libyen eingesperrt. Das Lösegeld liegt bereit. Doch die Schmuggler spielen auf Zeit. In Episode 4 der Serie «250 Dollar – Wie ich einen Menschen freikaufe» rückt die Befreiung zum Greifen nah – und wird gleichzeitig immer riskanter.
Journalist Alex Spoerndli verhandelt gemeinsam mit Fixer Fargo mit einer Schmuggelgruppe, die ihre eigenen Regeln laufend ändert. Während in Libyen über Geld, Übergabeorte und Vertrauen gestritten wird, versucht Alex weiterhin in Nigeria mehr über Christians Vergangenheit zu erfahren und seinen Bruder zu finden. Dafür muss er erstmal in die Kirche. Und auch der König aus Folge 3 hat neue Infos für Alex.
In fünf Folgen erzählt "250 Dollar" die Geschichte von Christian, der die Armut und Gewalt in seiner Heimat Nigeria hinter sich lassen will und von Europa träumt. Doch seine Reise endet abrupt in den Fängen libyscher Menschenhändler. Sein Kumpel, NZZ-Reporter Alex, steht auf einmal vor der Frage, ob und wie er Christian helfen kann.
Host: Alex Spoerndli, NZZ-Reporter und Dokumentarfilmer
In der NZZ hat Alex aufgeschrieben, wie das illegale Kautionssystem in Libyen funktioniert.
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Redaktion und Regie: Dominik Schottner. Produktion und Story Editing: Sven Preger und Sarah Ziegler. Audio-Post und Sounddesign: Florian Steinbach, Ediz Kiracar und Yvan Brunner von Brauereisound in Zürich. Musikkomposition: Louis Edlinger Fotos: Vincent Haiges Grafik: Olivia Blum
Dank an: Mayan Msaed, Karin Wenger, Stella Männer, Julian Busch, Tobias Schreiner, Collin Mayfield und Jagoda Grondecka. Ausserdem: Riad Ayoube, Eden Bonibo und Killian Pfeffer.
Transkript anzeigen
00:00:14:
00:00:23: Mein fixer Fargo hat selbst Erfahrungen mit Menschenhändlern gemacht.
00:00:27: Er ist einmal in einem ihrer illegalen Haftlager gelandet.
00:00:30: Auf der Ladefläche eines Pickups, schnell, an der Cover, damit niemand etwas mitbekommt.
00:00:37: Mit anderen Migranten wird er in ein Haus in einem Vorort der südliebischen Stadt Zabha gebracht.
00:00:43: Zwei Stockwerke, Eine große Mauer drum herum.
00:00:46: Sie nennen es Ghetto.
00:01:08: Mit den Läufen ihrer Sturmgewehre teilen die Menschenhändler die Migranten auf.
00:01:13: Im Männer um Frauen, aber auch nach Nationalitäten.
00:01:17: Nigerianer, Ghana, Ivorer, Sudanese, Ägypter, Bangladeschis.
00:01:23: Die Männer mit den Waffen sind Militäre.
00:01:26: Seit den Libischen Bürgerkriegen wird der Süden Libyens von ihnen kontrolliert.
00:01:31: Sie können praktisch tun und lassen, was sie wollen.
00:01:40: Sie können zum Beispiel einen Menschen für fünfhundert Dinar kaufen, rund neunzig
00:01:45: Dotteln.
00:01:46: Dann können sie ihn foltern und die Familie um das zwanzigfache erpressen.
00:01:54: Gefoltert wird live in einem Videocall mit der Familie der Geisel, damit sie sieht, was ihrem Sohn oder ihrer Tochter angetan wird.
00:02:03: Hier kommt ein Video eines solchen Calls.
00:02:04: Man findet die Mitschnitte sogar auf Instagram.
00:02:08: Was man hier sehen kann, ist wirklich wirklich krass.
00:02:12: Wer das nicht hören mag, es gibt am besten eine Minute vor.
00:02:19: Ein Mann liegt im Sand.
00:02:21: Die Hände auf den Rücken gefesselt.
00:02:24: Jemand hält seinen Kopf mit einem Stiefel still, werden ein Zweiter ihm mit einem Plastikrohr auspeitscht.
00:02:31: Die Schläge sind so hart, dass sie blutige Streamen auf dem Rücken des Mannes hinterlassen.
00:02:39: Manchmal wird das Rohr auch angezündet, wie in diesem Video hier.
00:02:43: Hier liegt ein Mann nackt auf dem Bauch.
00:02:46: Ein maskierter Milizionär hält ihn mit einem Sturmgewehr in Schach und ein zweiter lässt geschmolzenes Plastik von einem brennenden Rohr auf den Rücken des Mannes tropfen.
00:02:56: Der Mann flieht die Milizionäre an.
00:03:06: Fargo sagt, neben den Schlägen foltern sie auch mit Elektroschocks oder schießen ihren Opfern ins Bein.
00:03:15: Die
00:03:15: Familien verkaufen dann Land, Häuser, Wertsachen, alles, was irgendeinen Wert hat, um ihre Angehörigen zu befreien.
00:03:24: Kann eine Familie nicht zahlen, macht es für die Menschenhändler mehr Sinn, eine andere zu erpressen.
00:03:30: Frische Migranten kommen immer, sie müssen im Ghetto bloß Platz schaffen.
00:03:49: Sie töten die Menschen dann, wickeln sie in eine Decke und schmeißen sie in die Wüste.
00:04:00: Nicht einmal eine Beerdigung sind sie ihnen wert.
00:04:06: Fargo konnte damals sein Lösegeld bezahlen.
00:04:09: Deshalb lebt er noch.
00:04:11: Und jetzt versuchen wir gerade zu verhindern, dass mein Kumpel Christian in einer ähnlichen Situation landet.
00:04:17: Bisher wird er von seinen Schmugglern nur in einer dunklen Garage festgehalten.
00:04:21: Aber der Druck steigt.
00:04:25: Das ist der Bruder einer zweiten Geisel.
00:04:28: Er ist für die Schmuggler ein zusätzliches Druckmittel.
00:04:36: Die Schmuggler wollen die beiden in den Süden verkaufen, an die echten Menschenhändler, wie die aus Fargos Geschichte.
00:04:53: Landet Christian Dort ist es aus für ihn.
00:04:57: Wir müssen ihn befreien.
00:04:59: Jetzt!
00:05:08: Ich bin Alex Spörngle, Journalist und Dokumentarfilmer.
00:05:13: Und das ist ... ... zweihundertfünfzig Dollar.
00:05:17: Wie ich einen Menschen freikaufe.
00:05:22: Ein Podcast der NZZ und der Brustschriftung.
00:05:43: Christian ist nun schon mehr als zwei Wochen in ein Garage eingesperrt.
00:05:47: Abends meldet er sich.
00:05:49: Die Schmuggler geben ihren Gefangenen gelegentlich ein Handy, um Lösegeld aufzutreiben.
00:05:53: Ich frage, wie es ihm geht.
00:06:22: Ich versuche ihn zu beruhigen und erzähle ihm, dass wir das Geld bereits haben.
00:06:33: Parallel dazu leite ich Christians Nachrichten an Fargo weiter.
00:06:53: Fargo will direkt mit dem Schmugglerchef verhandeln, um Zeit zu schinden.
00:06:58: Eigentlich sind wir im Vorteil.
00:07:01: Die Menschenhändler im Süden bezahlen für nigerianische Migranten nur etwa neunzig Dollar.
00:07:06: Wir hingegen wollen zweihundertfünfzig Dollar bezahlen.
00:07:09: Und logistisch ist es mit uns auch noch einfacher.
00:07:13: Wir sitzen hier am längeren Hebel.
00:07:15: Und werden den Schmugglern das Geld deswegen wie eine Karotte vor die Nase halten.
00:07:28: Es ist Sonntag.
00:07:30: Fotografen Winzen und ich sind in der Kirche.
00:07:33: Nicht weil wir speziell Gläubige und Frommischäfchen wären, sondern weil wir immer noch hoffen, irgendwie an Christians Bruder Chukuka anzukommen.
00:07:42: Die letzten Tage sind wir in Overy im Südosten Nigeria rumgestolpert.
00:07:47: Wir sind in Spuren aus Chukuka´s Facebook-Profil nachgegangen.
00:07:50: Anfrage bei seinem alten Arbeitgeber.
00:07:52: Erfolglos.
00:07:54: Messages an seine Facebook-Freunde.
00:07:56: Erfolglos.
00:07:57: Sogar die Bars der Nachbarschaft haben wir abgeklappert.
00:08:00: Erfolglos.
00:08:02: Bleibt die Kirche.
00:08:05: Die größte Ovaries.
00:08:06: Mit vielen Mitgliedern.
00:08:08: Wirklich vielen.
00:08:10: Tausenden.
00:08:12: Es ist die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen.
00:08:15: Einem sehr gut angezogenen Heuhaufen.
00:08:19: Die Männer, Frauen und Kinder, die an dem Gottesdienst teilnehmen, sind im besten Sonntagsstart.
00:08:25: Anzüge, farbige Stoffe, ausladende Hüte.
00:08:29: Wenn's ihn und ich hingegen sind, sind typisch europäisch gekommen.
00:08:34: Alter, wir sind so underdressed, das ist unglaublich.
00:08:37: Du bist underdressed, ich würde
00:08:38: dir noch ein Hemd an.
00:08:39: Ja,
00:08:40: dein Hemd auch.
00:08:41: Guck dir mal an, die Leute, was die alle tragen, das ist wunderschön.
00:08:44: Ja, das war doch
00:08:45: nie einem Gratisdienst
00:08:45: gewesen.
00:08:48: Ich muss ehrlich gesagt zugeben, recht selten.
00:08:52: Recht, recht selten.
00:08:55: Die Tür geht auf, die Menge nimmt uns mit und spült uns auf die Tribüne.
00:08:59: Der Gottesdienst fängt an.
00:09:04: Keine Ahnung, was der Priester predigt, aber er ist voll drin.
00:09:08: Mal liest er einfach ab, mal gestikuliert der Wild mit den Händen.
00:09:12: Dabei steht er auf einem überdachten Podest, trägt ein aufwendiges Gewand, weiß, mit grünen und violetten Verzierungen.
00:09:19: Hinter ihm stehen ein paar jüngere Männer in roten Kleidern.
00:09:23: Ich glaube, das sind die Messdiener.
00:09:25: Kirche hier ist komplett anders, als ich Kirche in Europa kenne.
00:09:29: Hier ist das alles irgendwie organischer.
00:09:32: Der Priester gibt was vor und die Menge reagiert.
00:09:35: Wie Zahnräder, die ineinander greifen.
00:09:51: Nach rund einer Stunde kommt Bewegung in die Menschenmenge.
00:09:54: Alle strömen runter auf den Rasen, der die Tribüne von der Zeremonie trennt.
00:10:01: Wir strömen mit und stellen uns auf dem Rasen auf, in einer Reihe.
00:10:08: Der Priester schreitet die Reihe ab.
00:10:10: Wir öffnen unsere Münder und wir bekommen eine Oblate auf
00:10:14: die Zunge gelegt.
00:10:15: Ich frage mich, ob es noch Rotwein gibt, aber da vibriert schon mein Handy in der Hosentasche.
00:10:25: Das Blut Christi kommt zu mir in Form einer Sprachnachricht des Königs, der aus Christensheimertdorf.
00:10:35: Ihr erinnert euch vielleicht in Episode drei, der Mann, der mal Barack Obama getroffen hat.
00:10:40: Der wollte ja für uns eigentlich nach Christian und dessen Bruder rumfragen.
00:10:45: Vincent und ich hören uns die Sprachnachricht auf der Tribüne gemeinsam an.
00:11:00: Er hat die Familie gefunden und offensichtlich noch was rausgekriegt, was er mir am Telefon erzählen will.
00:11:07: Scheint heikel zu sein.
00:11:08: Vielleicht etwas zum Tod des Vaters, den Christian angeblich beschleunigt haben soll?
00:11:22: Vincent und ich gehen etwas weg vom Lärm, um den König zurückzurufen.
00:11:27: Vielleicht da unter den Bäumen?
00:11:29: Das ist okay.
00:11:38: Ich frage mich, wen er wohl ausgegraben hat.
00:11:41: Das ist so geil.
00:11:43: Der Krone als Profil bildet ich die Runde.
00:11:45: Und dann geht er ran.
00:11:47: I spoke
00:11:47: to Cousin.
00:11:51: Cousin?
00:11:52: Er hat Christians Cousin gefunden.
00:11:59: Christian's Leben sei voll von traurigen Geschichten.
00:12:03: Der Vater tot, die Mutter weg.
00:12:09: Und das Land des Vaters hat Christian verkauft.
00:12:16: Der König vermutet, dass Christian seine Reise durch die Wüste aus Verzweiflung angetreten hat.
00:12:23: Ohne Land und Haus hat er nichts mehr, zu dem er zurückkehren könnte.
00:12:27: Ich habe aber noch ein anderes Gefühl.
00:12:31: Die Gerüchte lasten Christian hier an, seinen Vater für die Erbschaft des Lands umgebracht zu haben.
00:12:37: Im Körnchen Wahrheit, also der Verkauf des Lands, scheint ja wohl drin zu stecken.
00:12:42: Aber wie viel mehr?
00:12:45: Wir verabreden uns mit dem König für diesen Nachmittag.
00:12:48: Dann wollen wir gemeinsam zum Cousin fahren.
00:12:55: Zurück zur Befreiungsaktion.
00:12:58: Wir wollen Christian so schnell wie möglich aus der Geiselhaft holen.
00:13:02: Fargo ist der Ansicht, dass unser Lösegeld eigentlich Taxigeld ist.
00:13:07: Entsprechend sollen die Schmuggler Christian Gefälligs zu ihm bringen.
00:13:12: Um den Schmugglern das zu erklären, ruft Fargo sie an und nimmt den Anruf auf.
00:13:30: Fargo und der Schmuggler fangen an sich zu zanken.
00:13:33: Der Schmuggler will Christian nicht zu Fargo nach Hause bringen, sondern meint, Fargo soll ein Taxi mit dem Geld los schicken.
00:13:43: Fargo findet, er könne doch nicht irgendeinem daher gelaufenen Taxifahrer so viel Geld in die Hand drücken.
00:13:49: Das Geld sei ohnehin schon Taxigeld.
00:13:52: Die Schmuggler sollen Christian gefälligst rüber bleiben.
00:14:01: Der Schmuggler meint, er habe damit nichts zu tun.
00:14:04: Er höre nur darauf, was ihm die Gruppe sage.
00:14:11: Fargo
00:14:12: erklärt ihm, wir haben Geld für ein Taxi bezahlt.
00:14:15: Und was tut er?
00:14:16: ein Taxi?
00:14:17: Es bringen die Leute dorthin, wo sie hin wollen.
00:14:20: Simpel.
00:14:21: Er schlägt sogar noch vor, dem Schmuggler die Fahrt zu bezahlen.
00:14:30: Beim Geld beißt der Schmuggler an.
00:14:33: Er wird es abklären und sich zurück melden.
00:14:41: Später meldet sich Sathe der Logistikchef der Schmuggletruppe bei Fargo.
00:14:45: Mit einem neuen Vorschlag.
00:14:47: Und Fargo ist außer sich.
00:14:57: Satdi wolle zuerst vorbeikommen, um das Geld abzuholen.
00:15:00: Anschließend würde er zurückfahren, um Christian vorbeizubringen.
00:15:05: Klingt unnötig kompliziert und wenig vertrauenswürdig?
00:15:09: Findet Fargo auch.
00:15:14: Ich verstehe nicht genau, was Fargo meint.
00:15:17: Ein nutzloser Agent, Sati, und dann klickt.
00:15:23: Die Geschichte.
00:15:24: Das hat dich beinahe vergessen.
00:15:30: Es ist eine Geschichte, die Fargo am Rand der Verhandlungen mitbekommen hat.
00:15:35: Sati, der als Agent Migranten anwirbt, hat von Christian eine Anzahlung für die Fahrt bekommen.
00:15:41: Das war noch in Südlibien, in Sabha.
00:15:44: Dieses Geld sollte Sati beim Schmuckelchef Gadi abgeben.
00:15:50: Aber bevor er das tut, wird Christian von seinem Kumpel übers Ohr gehauen, der den Rest der Reise ja hätte zahlen sollen.
00:15:57: Jemand anderes muss die Fahrt jetzt bezahlen.
00:16:00: Darin sieht Sati seine Chance.
00:16:02: Sein Chef wird den vollen Betrag haben wollen.
00:16:06: Dass aber schon die Hälfte bezahlt ist, weiß der ja nicht.
00:16:10: Sati kann das Geld also bedenkenlos einstreichen.
00:16:13: Tut er auch.
00:16:14: Er steckt es ein, hinterzieht es, veruntreut es.
00:16:17: Und verarscht er bei uns alle.
00:16:19: seinen Chef, Christian und Fargo und mich.
00:16:25: Kein Wunder wurde der Schmugglerchef wütend, als wir ihm bloß die restlichen siebenhundert Dinar antrehen wollten.
00:16:31: Er hatte ja keinen Cent von den ursprünglich vereinbarten tausend zweihundert gesehen.
00:16:36: Sati hat uns also schon über den Tisch gezogen, bevor wir überhaupt wussten, dass er existiert.
00:16:42: Er wollte beide Seiten planen.
00:16:44: Und jetzt offensichtlich seine Haut retten.
00:16:47: Und nochmal zweihundertfünfzig Dollar abstauben.
00:16:51: Aha, so nicht.
00:16:54: Nochmals lassen wir das nicht mit uns machen.
00:16:59: Fargo redet sich inzwischen in Rage.
00:17:05: Das stimmt.
00:17:06: Sati hat schon mal verumtreut, dem überlassen wir sicher nicht nochmals Geld.
00:17:11: Kein Deal.
00:17:12: Die Schmuggler sollen sich melden, wenn sie bereit sind.
00:17:14: Wir haben keine Zeit für diese Spielereien.
00:17:20: Fargo hat den ganzen Tag an einer Kreuzung auf die Schmuggler gewartet.
00:17:24: Er ist sauer.
00:17:25: Weil er hat dafür sogar die Arbeit geschwänzt.
00:17:42: Im Ramadan ist fast in den Libyen Pflicht.
00:17:46: Essen und Trinken in der Öffentlichkeit gelten als unhöflich.
00:17:49: Teilweise wird das auch verfolgt.
00:17:51: Folge hat also den ganzen Tag weder was gegessen noch getrunken.
00:17:56: Ich schreibe ihm um Himmels Willen.
00:18:00: Geh nach Hause ist etwas.
00:18:09: Ich hänge noch an, dass ich seinen Frust verstehe und dass es mir leid tut, dass ich ihn dahin eingezogen habe.
00:18:17: Tut es mir wirklich.
00:18:19: In dieser Sache hat mich keiner so unterstützt wie Fargo.
00:18:22: Ich bezahle ihn ja nicht einmal, während es ihn Zeit und Mühe kostet und vom Arbeiten abhält.
00:18:31: Fargo schreibt.
00:18:33: Es war meine Entscheidung, die hier zu helfen.
00:18:36: Ich mag es einfach nicht, wie diese Schmuggler uns ausnutzen.
00:18:42: Am nächsten Tag melden sich diese Schmuggler bei Fargo.
00:18:45: Erst ziehen sie sich etwas, aber am Ende willigen sie ein.
00:18:49: Sie schicken eine Fahrer mit Christian los.
00:18:52: Fargo soll sie bei Sonnenuntergang vor einer Moschee in seiner Nähe treffen.
00:18:57: Wir kommen in Christians Heimatdorf in Nigeria an, in der Kutsche des Königs.
00:19:07: Einem brandneuen, schneeweißen, amerikanischen SUV.
00:19:10: Wir steigen aus und laufen rüber zum Unverputzensaal mit Blechdach, in dem uns der Dorfchef Chief Alisigwe Sixtus erwartet.
00:19:20: Der Chief ist ein Hagerer Mann, etwa einst seventy-fünf groß.
00:19:24: Ich schätze ihn auf Ende vierzig.
00:19:27: Er trägt einen grauen Zweiteiler mit kurzen Ärmeln.
00:19:30: Darüber schwere, typische Ebo-Ketten.
00:19:34: Auf seinem Kopf sitzt eine rote Filzkappe, ebenfalls ortstypisch.
00:19:38: Er weckt wie ein Mann, der nicht anzugeben braucht.
00:19:42: Der König hingegen hat sich heute richtig herausgeputzt.
00:19:46: Er trägt ein schweres, rot-goldenes Brokatkleid.
00:19:50: Goldene Knöpfe schließen es über einem Seitenhemd.
00:19:53: Auf seinem Kopf eine goldene Kappe, über und über mit Strassteinen besetzt.
00:19:59: Genau wie das Zepter, das er auch dabei hat.
00:20:02: Good afternoon.
00:20:04: Happy Sunday.
00:20:06: Man hat unsere Dwegen eine Versammlung einberufen.
00:20:09: Denn ein Besuch der Rot-Golden Majestät mit zwei weißen Journalisten ist keine Alltäglichkeit.
00:20:22: Unter den Teilnehmern der Versammlung ist auch Emmanuel, Christians Goussin.
00:20:39: Die Sitzung beginnt mit einem Ritual.
00:20:42: Eine Cola Nuss wird gesegnet.
00:20:45: Fun Fact, die Cola Nuss war neben Kokain der zweite Hauptbestandteil und Namensgeber von Coca Cola.
00:20:53: Anders als die alte Cola Rezeptur kommt das Ritual jedoch ohne Kokain aus.
00:20:59: Dafür müssen wir ein Glas Gin trinken.
00:21:01: Es abzulehnen wäre ein Affront.
00:21:04: Anschließend müssen wir unser Anliegen vortragen und hoffen, dass der Chief und der Cousin uns in unsere Suche unterstützen.
00:21:22: Wie befohlen stehe ich von meinem Plastikstuhl auf und fange an vorzutragen.
00:21:29: Ich erzähle Christians Geschichte voll durch, wie er in Lagos aufgebrochen ist, wie er meinen Kameramann Adum in Agades getroffen hat und wie sie gemeinsam durch die Wüste gefahren sind.
00:21:46: Wie sie von Baditen überfallen und beinahe ums Leben gekommen sind.
00:21:52: Wie wir uns online in Sabha angefreundet haben und wie die Menschenhändler ihn eingesperrt haben.
00:22:02: Ich richte mich dabei durchgehend an Emmanuel, den Cousin.
00:22:06: Ich stehe vor ihm und rede und gestikuliere.
00:22:10: Stellenweise starte mich fassungslos an.
00:22:14: An anderen Stellen sehe ich die Angst in seinem Gesicht und an wieder anderen scheint der Tief bewegt.
00:22:28: Und zum Schluss erkläre ich meine Motivation.
00:22:31: Warum ich eigentlich hier bin?
00:22:33: Es ist das erste Mal, dass ich das jemandem erkläre, der Christian wirklich kennt.
00:22:48: Wer ist der Mann?
00:22:50: Den ich als Freund bezeichne.
00:22:52: Um wieso nenne ich ihn so?
00:22:54: Obwohl ich ihn nur vom Bildschirm kenne.
00:23:01: Wie so verstehe ich seine Motivationen?
00:23:05: Kurzum, wer ist Christian?
00:23:10: Ich bin tot ehrlich, wie ich das sage.
00:23:13: Aber ich merke, dass da noch mehr ist.
00:23:15: Etwas, was ich nicht sage.
00:23:18: Ich will wissen, ob das tatsächlich eine Freundschaft ist.
00:23:27: Ein Gemurmel geht durch die versammelten Männer.
00:23:29: Anscheinend wird darüber diskutiert, was von uns zu halten ist.
00:23:36: Christians Cousin will gerade zu einem Satz ansetzen, wird aber vom Chairman unterbrochen, im Vize des Chiefs.
00:23:52: Der bedankt sich und urteilt, unsere Mission sei gerecht.
00:24:01: Der Chief schließt die Anhörung.
00:24:03: Er will uns unterstützen und den Kontakt zu Christiansbruder Chukuka ermöglichen.
00:24:08: Emmanuel, der Cousin, wird nicht gefragt.
00:24:12: Vincent und ich tauschen Blicke aus, die sagen, endlich geht was voran.
00:24:17: Wir sind nicht umsonst, um die halbe Welt gereist.
00:24:23: Der Chief winkt uns rüber und bedeutet, dass wir uns hinknien sollen.
00:24:27: Wir tun es.
00:24:39: Chief Sixtus segnet uns.
00:24:46: Jeden von uns hat der Chief eine Hand auf den Kopf gelegt.
00:24:49: Vincent kniebt neben mir, aber ich sehe ihn nicht.
00:25:02: Ich bin selbst nicht religiös, aber das Gewicht, das diese Segnung hat, treibt mir die Tränen in die Augen.
00:25:10: Ich spüre die Ernsthaftigkeit dahinter.
00:25:13: Das sind nicht einfach irgendwelche dahergesagten Worte.
00:25:17: Es sind Worte, die der Chief mit seinem ganzen Wesen wahrhaben will.
00:25:21: Ihre Ehrlichkeit rührt mich.
00:25:25: Es segnet uns, unsere Arbeit, unsere Familien.
00:25:31: Und es segnet Christian.
00:25:38: Plötzlich spricht mich der König an.
00:25:41: Chukuka sei da.
00:25:43: Christians Bruder.
00:25:50: Die Segnung und das Gebet vom Chief sind noch keine dreißig Sekunden her.
00:25:54: Starkes Gebet.
00:26:09: Im.
00:26:09: Manuel muss seinem Cousin während unserer Segnung geschrieben und ihn herbestellt haben.
00:26:14: Bei mir und Vincent setzt der Siegestaumel ein.
00:26:17: Wir können unser Glück kaum fassen.
00:26:20: Dann... steht Shukwuka schon vor mir.
00:26:24: Wir haben ihn endlich gefunden.
00:26:26: Der Mann, der uns alles über Christian erzählen kann, der ihn am besten kennt und dem ich endlich sagen kann, wo sein Bruder ist.
00:26:42: Ich habe so viele Fragen.
00:26:44: Wer ist Christian?
00:26:45: Wie ist er aufgewachsen?
00:26:47: Was hat er gemacht?
00:26:48: Und was ist mit ihrem Vater passiert?
00:26:50: Was ist an den Mordgerüchten dran?
00:26:53: Aber ich komme nicht dazu, denn der König unterbricht mich.
00:27:02: Er meint, die Gegend sei zu unsicher bei Nacht.
00:27:05: Wir sollen zurück in die Stadt.
00:27:08: Ausgerechnet jetzt.
00:27:10: Aber ich kann nicht viel sagen, der König hat's bewolen.
00:27:14: Chukuka gibt mir seine Handynummer auf einem Stückchen Papier.
00:27:17: Wir verabreden uns für den nächsten Morgen.
00:27:27: Geduld ist nicht meine Stärke.
00:27:30: Weder in Nigeria im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, im Herbst, Hast du was von den Schmugglern gehört?
00:27:58: Habt ihr einen Deal?
00:28:00: Was ist der Plan?
00:28:04: Aber keine Antwort.
00:28:07: Je mehr Zeit verstreicht, desto sicherer bin ich, dass es nicht klappen wird.
00:28:12: Dass irgendwas wieder schiefgehen wird.
00:28:20: Natürlich hoffe ich, dass nichts schief geht.
00:28:22: Dass es bald vorbei ist und ich mich wieder mir widmen kann, ohne permanent um Christian oder Fargo bange zu müssen.
00:28:30: Ich bin ja nicht dort.
00:28:32: Ich sitze gerade in Zürich und ich bin nur übers Handy bei der Sache dabei.
00:28:37: Und doch, wie viele Leute in Zürich befreien denn gerade eine Geisel?
00:28:42: Das ist ja kein Alltag.
00:28:44: Und genau das macht etwas mit mir.
00:28:47: Nur was?
00:28:48: Das fällt mir schwer zu benennen.
00:28:51: Einerseits leide ich mit, jede Forderung, jeder Rückschlag, jede lübische Diskriminierung meiner Freunde.
00:28:57: Ich fühle mich auch indirekt angegriffen, wenn der Geldwechsler Fago ungerecht behandelt.
00:29:02: Oder wenn Sati nochmals probiert, Profit aus dem Leben meines Freundes zu schlagen.
00:29:09: Andererseits, wie fühlt sich das denn für Christian oder Fago an?
00:29:12: Für die sind solche Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten ja der Alltag.
00:29:16: Darf ich mich also überhaupt angegriffen fühlen?
00:29:19: Oder das Handy reißt mich aus den Gedanken?
00:29:25: Fago schreibt, es sei fast dort.
00:29:28: Wo genau?
00:29:29: Ich will mehr wissen.
00:29:31: Was ist der Plan?
00:29:35: Wo triffst du sie?
00:29:40: Stille.
00:29:41: Nichts.
00:29:43: Fargo hat nicht einmal die Lesebestätigungen eingeschaltet.
00:29:48: Ich habe keine Ahnung, was passiert.
00:29:51: Dreiundzwanzig Minuten lang.
00:29:54: Dann schreibt Fargo wieder.
00:29:57: Ich habe ihn.
00:30:01: Und reicht ein Video nach.
00:30:03: Zu sehen ist eine lange, gerade Straße in einem Vorort.
00:30:08: Flache Häuser verlassen den Lagerhallen.
00:30:11: Im Staub neben der Straße steht ein zerbeulter, weißer PKW.
00:30:16: Fargo und ein Mann stehen neben dem Auto, sie diskutieren.
00:30:20: Der Mann öffnet die Beifahrertür.
00:30:23: Christian steigt aus, er trägt Sneakers, Jeans und einen schwarzen Hoodie.
00:30:27: Die Kapuze ist hochgezogen.
00:30:30: Fargo zeigt zur Kamera.
00:30:32: Christian setzt sich in Bewegung.
00:30:35: Er muss beim Gehen seine Hosen hochziehen, damit sie ihm nicht runterfallen.
00:30:38: Während er auf Fargos Freundin zuläuft, die die Kamera hält, hat er ein breites Grenzen im Gesicht.
00:30:45: Typisch.
00:30:51: Fargo schreibt weiter.
00:30:53: Christian G. ist gut.
00:30:55: Er sei nur etwas ungepflegt.
00:30:57: Sie würden zu Hause etwas für ihn kochen.
00:31:02: Als die beiden bei Fargo zu Hause sind, rufen sie mich an.
00:31:06: Und ich höre endlich Christian's Stimme.
00:31:14: Hey,
00:31:14: how's it going?
00:31:16: It's
00:31:16: tango, tango real moish.
00:31:19: I don't know how to thank you.
00:31:23: I don't know how to thank
00:31:28: you.
00:31:28: Er bedankt sich.
00:31:29: Er hatte sich schon tot gewähnt.
00:31:32: War ja auch fast.
00:31:56: Er meint, er habe bloß fünf Nummern in seinem Handy.
00:32:00: Und von diesen fünf waren vier genauso arme Schlucker wie er.
00:32:04: Und dann halt eben noch ich.
00:32:07: Er hätte nicht gedacht, dass ich ihn da rausholte.
00:32:19: Ich kann es selbst auch kaum glauben, dass wir das hingekriegt haben.
00:32:24: Er will mir das Lösegeld zurückzahlen.
00:32:26: Ich lehne ab.
00:32:27: Sicher nicht, das gehört dazu.
00:32:28: Das tut man einfach.
00:32:30: Ich bitte ihn nur um eines.
00:32:32: Er soll sich nicht nochmals gefangen nehmen lassen.
00:32:52: Für ihn habe ich sein Leben gerettet.
00:32:54: Aber was
00:32:55: hätte ich denn tun sollen?
00:32:58: Ich hätte es mir doch nie verziehen, wenn ich ihn wegen zweihundertfünfzig Dollar hätte sterben lassen, obwohl ich etwas hätte tun können.
00:33:04: Dann bekomme ich Fargo ans Telefon.
00:33:20: Ich bedanke mich bei ihm.
00:33:22: Sein Einsatz in der Befreiung war enorm.
00:33:28: Ohne ihn hätten wir Christian nicht retten können.
00:33:54: Deshalb hat Fago mitgemacht, weil Christians Situation absolut keine Seltenheit ist.
00:34:00: Weil Fago selbst in dieser Situation war.
00:34:03: Weil nach Schätzungen zu jedem Zeitpunkt ungefähr zwanzig bis dreißigtausend Migrantinnen und Migranten in Libyen festgehalten werden.
00:34:12: Der Großteil von ihnen illegalerweise.
00:34:23: Man hilft sich gegenseitig.
00:34:24: Das gehört zum Menschsein.
00:34:28: Christian wird bis auf weiteres bei Fargo bleiben.
00:34:31: Obwohl Ramadan ist und es wenig Arbeit gibt, wird Fargo unseren Freund mit zum Hustling Ground nehmen, dem Arbeitermarkt.
00:34:39: Er verschafft ihm Arbeit als Maurer und startet ihn mit dem Nötigsten aus.
00:34:46: Seit Christian wieder frei ist und arbeitet, höre ich weniger von ihm.
00:34:51: Wir schreiben noch ungefähr einen Monat lang regelmäßig, aber dann plätschert unsere Konversation auf WhatsApp
00:34:56: aus,
00:34:56: wie das halt so passiert.
00:34:58: Oft höre ich Monate lang nichts von meinen Kontakten, aber ich mache mir keine Sorgen.
00:35:04: No news or good news.
00:35:06: Man meldet sich nur, wenn etwas nicht stimmt.
00:35:09: Im Juli, vier Monate nach der Befreiung, schickt mir Fargo eine Nachricht.
00:35:15: Christian seien Polizeigewahrsam.
00:35:18: Ein Bekannter habe ihn dort gesehen.
00:35:21: Er fragt mich, wann ich das letzte Mal von ihm gehört habe.
00:35:32: Zwei, drei Monate sage ich.
00:35:35: Aber ich sei davon ausgegangen, dass ihm mal wieder das Handy gestohlen worden oder seine liebische Nummer abgelaufen sei.
00:35:41: Passiert auch öfter.
00:35:43: Jetzt sehe ich aber.
00:35:45: Sein WhatsApp wurde neu registriert.
00:35:52: Auf dem Profilbild ist nun ein liebischer Mann mit Kind zu sehen.
00:36:00: Verhaftet, könnte gut möglich sein.
00:36:04: Ich schreibe Fargo zurück.
00:36:06: Verdammt.
00:36:08: Weißt du wo?
00:36:11: Und vor allem bei der echten staatlichen Polizei?
00:36:15: Oder bei einer Miliz?
00:36:17: Fargo meint, bei der echten Polizei.
00:36:26: Christian ist im berüchtigten Tariel-Sicker-Detention-Center gelandet.
00:36:31: Also genau dem Haftlager, in dem wir Happy in Episode II getroffen haben.
00:36:36: Im Herz der EU-Grenzhauslagerung.
00:36:39: Dort, wo liebische Behörden undokumentierte Migrantinnen und Migranten festhalten, bis sie in ihre Herkunftsländer deportiert werden.
00:36:49: Wir haben das überprüft.
00:36:51: Vor August hingefahren, hat ein Foto rumgezeigt, nach Christian gefragt.
00:36:55: und ihn tatsächlich dort gesehen.
00:36:58: Die Werte in Tari El Sica scheinen dem Braten gerochen zu haben.
00:37:02: Wenig später ruft ein korrupter Wachmann bei Fargo an und will ihm Christian zurückverkaufen.
00:37:07: Wir haben nun zwei Möglichkeiten, meint Fargo.
00:37:14: Option A. Wir bestechen den Werte.
00:37:16: Machen noch eine Übergabe, ähnlich wie beim ersten Mal.
00:37:20: Kostet gut, sixhundert Dollar.
00:37:22: Option B. Wir organisieren Christian einen gefälschten Pass.
00:37:27: Mit einem offiziellen Einreisestempel.
00:37:30: Kostet zweihundert Dollar.
00:37:35: Egal welche Option.
00:37:37: Für mich gibt es noch eine viel wichtigere Entscheidung zu treffen.
00:37:43: Befreie ich Christian ein zweites Mal?
00:37:49: Das nächste Mal bei zweihundertfünfzig Dollar.
00:37:53: Eine dunkle Geschichte hängt über Christian.
00:38:07: Aber er hat Alternative.
00:38:09: Fago hingegen.
00:38:14: Ja, ja, weil die nehmen ihm die Handys ab.
00:38:17: Ach, er ist jetzt gerade errestet.
00:38:18: Ja, ja.
00:38:20: Alter.
00:38:21: Das ist so krass.
00:38:23: Wir geraten Tiefe ins System rein, als uns lieb ist.
00:38:33: und kommen vermutlich nie wieder raus.
00:38:37: Zweihundertfünfzig Dollar, wie ich einen Menschen freikaufe.
00:38:41: Auf Episode fünf, die letzte unserer Serie, müsst ihr nicht warten.
00:38:46: Ihr könnt sie jetzt direkt im Anschluss hören.
00:38:49: Habt ihr Fragen, Anregungen, Feedback?
00:38:52: Schreibt mir unter.
00:38:53: zweihundertfünfzigdollaratnzz.ch.
00:38:55: Zweihünfnulldollaratnzz.ch.
00:38:59: Zweihundertfünfzig Dollar ist ein Podcast der NCZ der neuen Zürcher Zeitung und der Bruststiftung.
00:39:08: Recherchiert, geschrieben und erzählt von mir, Alex Spörnke.
00:39:12: Redaktion Dominic Schottner.
00:39:14: Die Regie machen wir beide gemeinsam.
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