250 Dollar: Geiselhaft (2/5) - Die komplette neue NZZ-Serie zum Nachhören

Shownotes

Christian ist von Schmugglern gefangen genommen worden und sitzt nun in einem inoffiziellen Haftlager nahe der libyschen Hauptstadt Tripolis. Die Schmuggler drohen, ihn zu töten, falls kein Lösegeld gezahlt wird. Podcast-Host Alex Spoerndli versucht aus der Ferne herauszufinden, wo Christian festgehalten wird, wer ihn entführt hat und wie er seine Freilassung verhandeln kann.

Alex berät sich mit einem Experten für Geiselverhandlungen und stellt schnell fest: Aus der Schweiz heraus kann er nicht genug tun. Er braucht jemanden vor Ort in Libyen. Parallel reist Alex in Christians Heimat Nigeria, um zu verstehen, warum der junge Mann dort unbedingt weg von dort wollte.

Host: Alex Spoerndli, NZZ-Reporter und Dokumentarfilmer

In der NZZ hat Alex auch die Geschichte von Rodrick aus Nigeria aufgeschrieben. Er will seine Heimat nicht verlassen und einen anderen Weg gehen als Christian. Diese Geschichte und den gesamten digitalen Content der NZZ kannst du dir mit einem Probeabo anschauen.

Dieser Podcast ist mit der Unterstützung der Brost-Stiftung realisiert worden.

Redaktion und Regie: Dominik Schottner. Produktion und Story Editing: Sven Preger und Sarah Ziegler. Audio-Post und Sounddesign: Florian Steinbach, Ediz Kiracar und Yvan Brunner von Brauereisound in Zürich. Musikkomposition: Louis Edlinger Fotos: Vincent Haiges Grafik: Olivia Blum.

Dank an: Mayan Msaed, Karin Wenger, Stella Männer, Julian Busch, Tobias Schreiner, Collin Mayfield und Jagoda Grondecka. Ausserdem: Riad Ayoube, Eden Bonibo und Killian Pfeffer.

Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:05: Happy sitzt in einem Haftlager für illegale Migranten in Libyen.

00:00:10: Eigentlich heißt er anders.

00:00:12: Es gibt in Libyen grob zwei Kategorien von Haftlagern.

00:00:15: Happy sitzt in der Kategorie, die wir uns als Journalisten anschauen können.

00:00:19: Die Offizielle, die staatliche.

00:00:23: Happy treffen wir im Dezember, im April, wie in Tripoli ein Dokumentarfilm über Migrationsrouten drehen.

00:00:31: In einem Haftlager, das Tari El Sika Detention Center heißt.

00:00:36: Wir sind auf Einladung des liebischen Innenministeriums hier, das uns zeigt, was es unter Grenzschutz verstanden haben will.

00:00:42: Und das scheint hauptsächlich der superneue, große, gekachete Saal zu sein, in dem Happy mit vielen anderen Nigerianern und einigen Nigerianerinnen akribisch aufgereiht sitzt.

00:00:54: Zwischen den Stuhl rein schlendern Männer und Frauen in sandfarbenen Uniformen auf und ab.

00:00:59: Im Hintergrund läuft auf einem riesigen Fernseher Werbung.

00:01:03: Für die Business Class von Turkish Airways.

00:01:23: Happy erklärt, dass ihn seine Botschaft gefragt hat, ob er zurück nach Lagos will.

00:01:28: Immer wieder machen sie runden durch die Haftlager und bieten ihren Staatsbürgerinnen und Bürgern die Abschiebung an.

00:01:34: Das ist ein Teil des europäischen Grenzschutzes in Libyen.

00:01:37: Europa, also EU-Staaten, plus die Schweiz, Norwegen und das Vereinte Königreich, gibt Libyen Geld, Ausbildung und teilweise Rüstungsgüter.

00:01:48: Im Gegenzug fangen libysche Behörden undokumentierte Migrantinnen und Migranten ein, bevor sie übers Mittelmeer nach Europa gelangen.

00:01:56: Und dann werden sie abgeschoben.

00:01:59: Das machen dann die Botschaften der Ursprungsländer.

00:02:02: Im EU-Bürokratie-Spreich heißt das freiwillige Rückkehr.

00:02:06: Freiwillig bedeutet, den Haftierten bleiben so lange im Lager, bis sie ihrer Deportation zustimmen.

00:02:13: Bis sie genug von der Diskriminierung und der Mishandlung haben.

00:02:34: Happy sagt, als Schwarzer werde im Gefängnis speziell schlecht behandelt.

00:02:40: Libyen ist, man muss es offen sagen, tiefrasistisch.

00:02:44: Gerade Schwarze Afrikanerinnen und Afrikaner werden als Menschen zweiter oder dritter Klasse behandelt.

00:02:50: Dass auch im Gefängnis diskriminiert wird, ist nicht überraschend.

00:02:54: Happy sitzt Tag ein Tag aus mit zwei, dreihundert anderen Männer in einer Halle und ist jeden Tag das gleiche.

00:03:01: Macaroni ohne Susa.

00:03:03: Etwa alle zwei Wochen gebe es mal Reis.

00:03:06: Lehnt sich einer der Gefangenen dagegen auf, werde er geschlagen.

00:03:24: Die Lager werden vom DCIM, dem Direktorat zum Kampf gegen illegale Migration, gemanagt.

00:03:31: Eine staatliche Institution.

00:03:35: Nur ungefähr ein Fünftel der bis zu dreißigtausend inhaftierten Migranten in Libyen sitzen in dieser offiziellen Kategorie.

00:03:43: Die anderen sitzen in den inoffiziellen Lagern der Milizen, Schmuggler und Menschenhändler, die zu denen niemand wirklich Zugang hat.

00:03:52: Jedenfalls keine offiziellen Stellen.

00:03:54: In einem von denen vermute ich meinen Kumpel Christian.

00:04:02: Er hat ein ziemliches Problem.

00:04:04: Seine Schmuggler habe ihn eingesperrt, um seine Schulden einzutreiben.

00:04:08: Und er braucht meine Hilfe, um dort wieder rauszukommen.

00:04:28: Ich habe ihm versprochen, dass ich ihn dort raushuhe.

00:04:31: Weil wenn die Haftbedingungen schon in der offiziellen Kategorie misseraden sind, dann könnt ihr euch ja ausmalen, wie sie in den Inoffiziellen sind.

00:04:43: Sie können tödlich sein.

00:04:48: Ich bin Alex Spörngle, Journalist und Dokumentarfilmer.

00:04:52: Und das ist... ... zweihundertfünfzig Dollar.

00:04:55: Wie ich einen Menschen freikaufe.

00:04:58: Ein Podcast der NCZ und der Bruststiftung.

00:05:02: Episode zwei.

00:05:04: Geiselhaft.

00:05:10: Mein Kumpel Christian wurde in Libyen von seinen Schmugglern gefangen genommen.

00:05:14: Seit guter Woche sitzen nun dort, ohne Essen.

00:05:17: Ich habe ihm versprochen, dass ich ihn dort raushuhe.

00:05:20: Aber um das zu tun, muss ich zuerst wissen, wo er genau ist.

00:05:26: Gerade schreiben wir.

00:05:28: Die Schmuggler müssen ihm also ein Handy gegeben haben.

00:05:32: Kannst du mir deinen Standort und ein Foto von dir schicken?

00:05:41: Er schickt ein Selfie.

00:05:43: Es größtenteils schwarz, aber im schwachen Licht des Bildschirms erkenne ich die grübsen Züge.

00:05:48: Christian grinst.

00:05:50: Typisch.

00:05:52: Als Kommentar schreibt er dazu, wie du sehen kannst, ist es sehr dunkel hier.

00:05:57: Ich bin eigentlich nicht in der Stimmung für Witze.

00:06:00: Ich reagiere trotzdem mit einem Herzen auf die Nachricht und sofort folgt die nächste.

00:06:06: Mit dem Namen der Stadt, wo er gerade ist.

00:06:10: Sawyer.

00:06:12: Ausgerechnet Sawyer.

00:06:18: Saoia ist eine Stadt etwa fünfzig Kilometer westlich von Tripolis.

00:06:23: Sehr berüchtigt.

00:06:25: In den liebischen Bürgerkriegen haben sich hier Schmuggler und Menschenhändler bewaffnet.

00:06:30: Und die lokalen Warlords haben ebenfalls angefangen, mit Migranten zu handeln.

00:06:34: Das Resultat?

00:06:36: Eine Stadt, wo Menschenhändler und Sicherheitskräfte praktisch das Gleiche sind.

00:06:41: Und also der Polizist, gleichzeitig auch Schleuser ist.

00:06:45: Weil die lokalen Milizen mittlerweile staatlich anerkannt sind, Können sie praktisch tun und lassen, was sie wollen.

00:06:52: Illegale Gefängnisse betreiben.

00:06:54: Von Migranten Geld durch Folter erpressen.

00:06:57: Zwangsprostitution.

00:07:00: Liebische Menschenhändler gehen nicht gerade zimperlich mit den Opfern um.

00:07:04: Verprügeln, aushungern, anschießen.

00:07:07: Alles möglich.

00:07:09: Ich kann doch meinen Kumpel nicht einfach so dort hängen lassen.

00:07:23: Als Christian seine Reise angetreten hat, dachte er vermutlich nicht, dass sie in einem dunklen und feuchten Verließ enden wird.

00:07:30: Wahrscheinlich hatte er eher Italien im Kopf, als er in seiner Heimatstadt Lagos in Nigeria zum letzten Mal seine Haustür abgeschlossen hat.

00:07:39: Deshalb bin ich jetzt, einige Monate später, in Lagos.

00:07:43: Ich will wissen, wie Christian Dermann wurde, den ich kennengelernt habe.

00:07:49: Also grundsätzlich ist mir jedes Bild ein World-Crispel, weil ich grundsätzlich keine Schnappschüsse mache.

00:07:54: Das ist mein Kollege Vincent Heiges, Fotosjournalist.

00:07:59: Wir waren auch schon zusammen in Libyen.

00:08:01: wo diese ganze Geschichte angefangen hat.

00:08:03: Es ist also nur konsequent, dass er auch in Lagos dabei ist.

00:08:07: Außerdem ist er lustig, immer guter Verscherche.

00:08:12: Zwei Anhaltspunkte haben wir in Nigeria.

00:08:15: Erstens, als Christian mich einmal bat, den Kontakt zu seinen Bruder herzustellen, hatte mir dessen Facebook-Profil geschickt.

00:08:23: Erreicht habe ich ihn über das Profil nicht, aber er scheint dem Osten des Landes zu leben.

00:08:27: Dort wollen wir noch hin.

00:08:29: Und zweitens... Ich weiß, dass Christian in Lagos gelebt hat, hat er mir mal erzählt.

00:08:40: Wir sind auf der Dachterrasse unseres Hotels.

00:08:43: Dort sitzen wir mit Vincent's nigerianischer Kollegen Temi Johnson.

00:08:47: Sie ist auch Fotosjournalistin.

00:08:50: Wir schauen zusammen runter auf die Stadt.

00:08:54: Temi sagt, es gebe für Christians Reise ein spezifisches Wort.

00:08:58: ... die Realität, die ekonomischen Situationen der Welt.

00:09:12: Sie finden grüne Gras aus ihrer eigenen Lokalität.

00:09:19: Und es gibt verschiedene Werte, in denen man jappen kann.

00:09:22: Jeder kann jappen, so lange es sich betrifft.

00:09:26: Das bedeutet, dass man in diesem Land, in einem anderen Land, in den meisten europäischen

00:09:32: Ländern, jappert.

00:09:35: Da hingehen, wo das Gras grüner ist.

00:09:38: Dafür gibt es verschiedene Wege.

00:09:40: Studentenwieser, Arbeitswieser, Familienwieser.

00:09:43: Und eben auch Christiansroute durch die Wüste als irregulärer Migrant.

00:09:48: Auch Temiträum von Japa.

00:09:50: Sie will einen Master in England machen.

00:10:09: Siebzig Tausend Naira ist der Mindestlohn.

00:10:12: Etwas unter fünfzig Dollar im Monat.

00:10:14: So viel wie ein zwanzig Kilo Sakrais.

00:10:26: Temi fragt, wie Menschen mit so wenig Geld sich überhaupt etwas zu essen leisten

00:10:30: können.

00:10:31: Die Inflation fresse das Geld.

00:10:33: Und wenn der Lohn jeden Monat für weniger Reis reicht, komme irgendwann der Punkt, wo man hungert.

00:10:47: Arbeit für einen ganzen Monat und dafür gibt es nur ein paar Reiskörner.

00:10:51: In Deutschland und der Schweiz geben wir fürs Essen ca.

00:10:54: zehn Prozent unserer Ausgaben aus.

00:10:57: Kein Wunder, dass Christian weggegangen ist.

00:10:59: Wenn bei so viel Arbeitsleistung so wenige rausschaut, würde ich auch gehen.

00:11:05: Aber wie?

00:11:06: Visagebühren, Flüge, Dokumente, Sprachtests.

00:11:10: Das alles kann schnell mal ein bis zwei Millionen Neider kosten.

00:11:15: Das wäre in etwa so, Als würde man in Deutschland oder der Schweiz einen gut ausgestatteten VW Golf kaufen.

00:11:37: Der Weg übers Visum steht also nur Leuten offen, die loaded sind.

00:11:42: Entweder, weil sie die Kohle E haben, Kredite aufnehmen oder Land verkaufen können.

00:11:48: Christian ist aber Maurer.

00:11:50: Hat er so eine das nötige Kleingeld, um links und rechts Visa-Anträge zu stellen?

00:12:10: Und selbst wenn das Geld da sei, sagt Temi, fragten die Botschaften in den Interviews, was nach der Einreise der Plan sei.

00:12:18: Verständlicherweise wollen sie verhindern, dass jemand direkt im Sozialsystem landet.

00:12:23: Wer also nicht nachweisen kann, dass er oder sie einen Schlafplatz, einen Job oder genügend Geld hat, um sich über Wasser zu halten, wird abgelehnt.

00:12:32: Und das Geld ist verpufft.

00:12:36: Gleichzeitig sind da diese Facebook-Gruppen, die voll sind mit den Videos von Leuten, die die Überfahrt nach Europa geschafft haben.

00:12:44: Und die Schmuggler lassen die Reise auch einfacher aussehen, als sie ist.

00:12:56: Das wirkt sicher verlockend und wie eine simple Lösung.

00:13:00: Ich gehe da einfach hin.

00:13:01: Ich mach das jetzt.

00:13:02: Am Ende das gelobte Land.

00:13:05: Der Weg dazwischen eine große Unbekannte.

00:13:11: Was ist Christian wohl durch den Kopf gegangen?

00:13:13: Also bei sich in Lagos zum letzten Mal die Haustür geschlossen hat und so Busstation gegangen ist.

00:13:20: War er euphorisch?

00:13:22: Selbstsicher?

00:13:23: Vielleicht etwas ängstlich und nervös?

00:13:27: Wusste er wirklich auf, was er sich einlässt?

00:13:36: Zurück zur Befreiungssaktion in Libyen.

00:13:39: Nachdem Christian mir gesagt hat, dass er in der gefährlichen Schmugglerstadt Sawyer gefangen ist, will ich zuerst wissen, was genau Sache ist.

00:13:47: Wie geht es ihm?

00:13:49: Mit was für Entführern habe ich es hier zu tun.

00:13:53: Christian schickt mir eine neue Nummer.

00:13:56: Sie ist auf WhatsApp unter dem Namen Mustafa Satti registriert.

00:14:01: Laut Christian ist er ein Agent.

00:14:04: In den Schmugglerzellen ist er sowas wie der Logistikchef.

00:14:08: Zuständig für alles, was mit Geld und Organisation zu tun hat.

00:14:11: Mein Mann also.

00:14:14: Neben ihm gibt es noch den Schmuggler selbst.

00:14:16: Das ist praktisch der Chef.

00:14:18: Außerdem gibt es noch Fahrer und Verbindungsmänner, die Migranten anwerben.

00:14:23: Ich schreibe diesen Mustafa Sadi also auf WhatsApp.

00:14:33: Hallo Mustafa, mein Freund ist bei dir.

00:14:36: Einer deiner Passagiere.

00:14:45: Ich verstehe dich nicht.

00:14:47: Was sagst du?

00:14:56: Der Schmuggler sagt, Christian sei ausgelaut.

00:14:59: Richtig kaputt.

00:15:01: Und er habe ein ernsthaftes Problem.

00:15:13: Sobald ich Geld schicke, Dann komme er sofort raus.

00:15:17: Ich solle ihn Gott vertrauen und Geld schicken.

00:15:20: Und dann sagt er etwas, was mir einen kalten Schauer übern Rücken laufen

00:15:24: lässt.

00:15:31: Sie wollen Christian töten.

00:15:39: Ich habe genügend Geschichten von Migranten gehört, die von ihren Schmugglern genötigt, eingesperrt, verprügelt, ausgepeitscht, vergewaltigt, verbrannt, verstümmelt oder getötet wurden.

00:15:51: um zu wissen, dass die menschliche Kreativität bei Gewalt keine Grenzen kennt.

00:15:56: Die Drohung kommt zwar von einem Schmuggler, der Kohle aus mir rauspressen will, aber es ist gut möglich, dass er ihr auch Taten folgen lässt.

00:16:04: Dieses Risiko will ich nicht eingehen.

00:16:09: Ich schicke Sati also eine Sprachnachricht zurück.

00:16:12: Ich sage ihm, ich sei bereit zu zahlen, aber ich wolle wissen, wie es Christian geht.

00:16:18: Aber ich glaube, Sati versteht mich nicht.

00:16:20: Jedenfalls leitet er mir Sprachnachrichten von jemandem weiter, der sein Chef zu sein scheint.

00:16:30: Wollte er mir diese Nachrichten wirklich weiterleiten?

00:16:37: Der Mann sagt, dass ich syrisches Arabisch spreche, nicht ne gerianisches.

00:16:45: Naja, ich spreche libanesisch.

00:16:48: haben mit dem Dialekt jahrelang mühselig beigebracht.

00:16:54: Und er sagt auch, dass ich einen Übersetzer brauche.

00:16:57: Klar.

00:17:04: Das Problem ist nicht, dass ich nicht verstehe, was man mir sagt.

00:17:09: Ich verstehe bloß nicht, wer hier mit mir spricht.

00:17:14: Ich weiß nur, wer auch immer es ist, sie stehen auf der Seite der Schmuggler.

00:17:20: Damit heißt es, ich gegen sie.

00:17:26: Und ich fühle mich gerade ziemlich in der Unterzahl.

00:17:31: Der Schmuggler hat recht.

00:17:32: Ich brauche Hilfe.

00:17:35: Aber nicht von einem Übersetzer.

00:17:40: Glücklicherweise kenne ich da jemanden.

00:17:43: Einen echten Geiselverhandler.

00:17:49: Das ist Tim.

00:17:50: Er war in den Neunzigen beim SBS eine dieser krassen britischen Spezialeinheiten mit cooler Abkürzung.

00:17:56: So wie die Navy Seals, aber halt mit Tea Time statt Donuts.

00:18:03: Da hatte er auch einige Geisen befreit.

00:18:05: Er ist praktisch das Vorbild für die Rollen, die Matt Damon, Liam Neeson oder Jason Statham in Actionfilmen spielen.

00:18:16: Ende der Neunziger verlässt ihm das Militär, macht sich selbstständig und wird Berater für Medien, Minen, Öl und Gasindustrie, für alle, die irgendwie gerne in heikle Situationen geraten.

00:18:28: Von da kenne auch ich ihn.

00:18:30: Er hat sich vor unserem Dreh für die Libyen Doku bereit erklärt, unser Sicherheitskonzept auf Herz und Nieren zu prüfen.

00:18:38: Damals haben wir schon einmal überlegt, was wir tun, wenn jemand aus dem Team empführt wird.

00:18:45: The

00:18:47: first thing is to try and ascertain who we are dealing with.

00:18:52: Because once we know who we are dealing with, we can then start to work out what their motivations are.

00:18:57: Is it just financial, they want a quick payout?

00:19:01: Oder

00:19:02: ist das etwas mehr als

00:19:04: das?

00:19:05: So wie ich gesagt habe, das ist wirklich finanziell.

00:19:20: Wenn es ein bisschen

00:19:26: mehr wie ein Kriminalgang ist, wissen sie, dass die Verteidigung ist, dass der Hostage okay ist.

00:19:40: Sie können ziemlich amituriert sein.

00:19:43: Das ist vielleicht der erste Kittenapper, der mit der westen Ente verabschiedet ist.

00:19:49: Das kann ein bisschen komisch sein.

00:19:51: Tim bestätigt, was ich schon vermutet hatte, dass die Kittenapper vermutlich keine Profis sind.

00:19:57: Zum Beispiel kommunizieren sie auf Arabisch mit mir.

00:20:00: Profis wie Al Qaeda oder der IS würden das nie tun.

00:20:04: Dort könnte jemand Englisch.

00:20:07: Die hätten auch Ziele für diese richtig Kohle brauchen.

00:20:10: Waffen, Umsturz, heiliger Krieg.

00:20:12: Teure Geschichten.

00:20:14: Da kämen sie mit Hundertzwanzig Dollar nicht weit.

00:20:17: Eine einzelne Kalashnikov kostet schon etwa das Zehnfache.

00:20:21: Deshalb denke ich nicht, dass meine Schmuggler-Truppe gerade den nächsten Umsturz des libischen Systems plant.

00:20:27: sondern halt eher schnell und einfach an etwas Kohle kommen will.

00:20:35: Taschengeld.

00:20:37: Tim meint, ich solle einfach bezahlen, ohne großes Aufsehen.

00:20:58: Aber mit ein bisschen Aufsehen.

00:21:01: Man müsse mit Kompromissen spielen.

00:21:03: Wenn ich zu schnell zustimme, könnten die Entführer denken, oh, da ist mehr zu holen.

00:21:08: Und dann das Lösegeld verdoppeln.

00:21:21: Wenn ich wegen der Verdoppelung zähle um Mordioschreie, Obwohl es immer noch nicht viel Geld ist, kann ich das anschließen nutzen und ihnen ein extra rausschlagen.

00:21:31: Zum Beispiel mehr Essen für Christian.

00:21:46: Tim sagt, es kommt wahnsinnig auf den Kontext und die Entwicklungen an.

00:21:50: Weshalb er mir nur den Mechanismus erklären kann.

00:21:52: Verstehe ich.

00:21:55: Viele Faktoren bestimmen die Verhandlung.

00:21:57: Machen die Behörden, denen Führen das Leben gerade schwer?

00:22:01: Gibt es Konkurrenten, die beeindruckt werden müssen?

00:22:04: Wie steht es um die Emotionen der Entführer?

00:22:07: Und wie um meine?

00:22:09: Zum Beispiel, wenn sie drohen, Christian zu töten.

00:22:23: Diese

00:22:24: Drohungen sollen vor allem Druck machen, damit ich schnell bezahle.

00:22:28: Aber ganz leer sind die Drohungen dann eben doch nicht.

00:22:31: Wenn die Schmuggler finden, dass die Verhandlungen nicht vorwärts kommen, können sie Christian verprügeln oder sonst irgendwie verletzen.

00:22:45: Das wissen auch Migrantinnen und Migranten.

00:22:48: Bei einer UN-Umfrage unter ihnen im Jahr dass auf ihrer Reise durch die Sahara die größte Gefahr von den Schmugglern ausging.

00:22:59: Und zwar genau durch dieses Festhalten bis Schulden bezahlt sind, wo Christian gerade durchgeht.

00:23:05: Diese kleinen Entführungen gegen Lösegeld sind für die Entführer risikoarm und verhältnismäßig einfach.

00:23:12: Sie brauchen dazu eigentlich nur einen leeren Raum, ein Handy und eine Waffe.

00:23:17: Und wer das Lösegeld bezahlt, unterstützt das Geschäftsmodell.

00:23:32: Wenn ich zahle, habe ich zwar meinen Freund draußen, aber für dem Führer ist es auch ein Erfolg, den sie vielleicht wiederholen möchten,

00:23:39: was

00:23:40: dann für weitere Migranten gefährlich wird.

00:23:51: Ob Christians Freiheit dieses Risiko wert ist?

00:23:54: Ich weiß es nicht.

00:23:55: Was ich aber weiß, ich will nicht der sein, der jemand sterben lässt, weil er Hundertzwanzig Dollar sparen will.

00:24:05: Tim gibt mir zum Abschied noch ein Tipp mit.

00:24:07: Sei der Vermittler, nicht der Entscheider.

00:24:21: Als Vermittler kann ich auf Zeit spielen, nehme mich emotional aus der Schusslinie.

00:24:27: So bin ich weniger erpressbar.

00:24:30: In anderen Worten, ich brauche meinen Fixer.

00:24:40: Ein Fixer im Journalismus ist nicht dasselbe wie am Zürcher Platzspitz oder im Frankfurter Bahnhofswirte.

00:24:49: Bei uns ist ein Fixer jemand, der uns fremden bei Recherchen vor Ort hilft.

00:24:53: Oft lokale Kollegen, die sich besser auskennen, im Zweifel die Sprache kennen, Menschen kennen.

00:24:59: So verschaffen sie uns Zugang zu Geschichten, die wir nie hören und Kontakten, die wir nie sehen würden.

00:25:05: Dafür bezahlen wir sie und nehmen sie in die Autorenzeile auf, wenn sie das wollen und können.

00:25:11: Denn je nach Land und Story kann der Job eines Fixers sehr gefährlich sein.

00:25:16: Im Fall meines Fixers ist das so.

00:25:18: Libyen ist nicht gerade für die Pressefreiheit und den Respekt vor Menschenrechten bekannt.

00:25:23: Ich nenne meinen Fixer deshalb Fargo.

00:25:27: Fargo kommt Big Christian aus Nigeria.

00:25:30: Nach seinem Medizinstudium dort hat er keinen Job bekommen und beschlossen, in Libyen auf dem Bau zu arbeiten.

00:25:37: Das macht Fargo jetzt seit twenty-fünf Jahren.

00:25:40: Er ist ein Urgestein in der nigerianischen Diaspora in Tripolis und kennt sich enorm mit Menschenhandel und der Pressung aus.

00:25:46: Sogar mehr als ihm lieb ist.

00:26:05: Vor fünf Jahren ist Fargos Frau Menschenhändler zum Opfer gefallen.

00:26:10: Fargo und sie haben gerade in Nigeria geheiratet und sind auf dem Rückweg nach Tripolis.

00:26:16: Zusammen gegen den Rat der Familie.

00:26:27: Er will seine schwangere Frau nicht allein lassen.

00:26:30: An einem Zwischenstopp in der Wüste von Niger merken sie, dass ihr Geld nur für den Transport einer Person reicht.

00:26:37: Sie entscheiden, dass Fargo vorausreist, um Geld zu verdienen.

00:26:41: Seine Frau soll dann nachkommen und ihn in Libyen treffen.

00:26:50: My brother, you won't believe what happened to this woman.

00:26:53: Fargo's Frau wird in Südlibien empführt und wird vor ein halbes Jahr lang eingesperrt.

00:26:58: Ihr Baby bekommt sie dort, im Kerker.

00:27:02: Sieh, today that baby is having a problem.

00:27:05: Bad Issue.

00:27:07: Laut Fargo ist das der Grund, dass ihr Mädchen bis heute weder spreche, noch laufen.

00:27:15: Die Ärzte meinten, das Kind hätte einen Sauerstoffmangel gehabt.

00:27:21: zurückzuführen auf die Mangelernährung der Mutter und die Schläge in Gefangenschaft.

00:27:30: Fargo schickt alles Geld, das er verdient hat an die Menschenhändler.

00:27:34: Aber

00:27:35: sie lassen seine Frau nicht raus.

00:27:51: Die Kidnapper wollen jetzt Geld für zwei Menschen.

00:27:54: Fünf Tausend die nahe für die Mutter, dreieinhalb Tausend für das Baby.

00:27:58: Umgerechnet damals zusammen etwa viertausend Dollar.

00:28:02: Fargo bleibt nichts anderes übrig als zu zahlen.

00:28:05: Die beiden kommen frei und leben mittlerweile wieder in Nigeria.

00:28:13: Wenn mir also eine in dieser Geiselnahme helfen kann, dann Fargo.

00:28:17: Aber ich erreiche ihn nicht.

00:28:19: Handy aus.

00:28:20: Drei Tage lang.

00:28:27: Ein bisschen rougher.

00:28:35: Wir sind wieder in Nigeria.

00:28:37: Ein Tuktuk-Fahrer hat uns auf einer belebten Straße abgesetzt an einer Busstation in Aegege, einem Vorort vor Lagos, kurz vor dem Flughafen.

00:28:50: Wo die Landebahn aufhört, fängt Aegege an.

00:28:57: Angeblich soll Christian mal hier geliebt haben.

00:29:00: Deshalb sind wir hier.

00:29:01: Wir hoffen, jemanden zu finden, den Christian kennt oder zumindest mal gesehen hat.

00:29:07: Und der vielleicht etwas mehr über ihn weiß, als wir.

00:29:10: Siebenhunderttausend Menschen wohnen in AGG.

00:29:14: Christian war seit über einem Jahr nicht mehr da.

00:29:16: Und wir wissen auch nicht, wo genau er gelebt hat.

00:29:20: Wie gering können Chancen sein.

00:29:22: Aber im Lotto gewinnt ja auch immer jemand.

00:29:25: Kam sind wir aus dem Tuktuk raus, kommt ein alter, kleiner, dünner Mann auf uns zugewackelt und fragt uns, was wir hier machen.

00:29:43: Wir erklären Mutter kurz unsere Mission.

00:29:46: Und er macht sie kurzerhand zu seiner.

00:29:49: Christian kennt er zwar nicht, aber gemeinsam mit ihm fragen wir Ruh.

00:29:57: Wir gehen zusammen die Straßen hoch und runter, vorbei an alten Betonhäusern, denen das tropische Klima die Farbe weg legt.

00:30:06: Wir schauen für die Adresse eines Mannes.

00:30:10: Wir schauen für die Adresse eines Mannes.

00:30:12: Wir schauen für die Adresse eines Mannes.

00:30:21: Wir schauen für die Adresse eines Mannes.

00:30:24: Wir schauen für die Adresse eines Mannes.

00:30:26: Wir schauen für die Adresse eines Mannes.

00:30:32: Wir schauen für die Adresse eines Mannes.

00:30:36: Exakt so, wie mir Christian das einst erzählt hat.

00:30:39: Private Generatoren, große und kleine, laufen immer irgendwo im Hintergrund, um den Missstand auszugleichen.

00:30:46: Sie machen das besser als die Politiker.

00:30:54: Auf der anderen Seite der Straße hat ein fliegender Händler seinen ziehkarren Kiosk in einer Parklücke aufgebaut und verkauft Handyladegeräte.

00:31:02: Einige Jungs stehen daneben, sie winken uns rüber.

00:31:08: Sie fragen nach einem Bild von Christian, ich zeige Ihnen eins.

00:31:16: Wir machen das noch etwa eine Stunde lang.

00:31:18: Niemandem kommt Christian bekannt vor, aber alle schicken uns weiter zu jemandem, der den Ort angeblich besser kennt.

00:31:27: Es wird langsam Abend und Mutter macht sich Sorgen um uns.

00:31:39: Er will, dass wir noch vor Sonnenuntergang aus der Gege rauskommen.

00:31:43: Die Nacht ist die Zeit der Bad Boys, der Kleinkriminellen.

00:31:46: Moda befürchtet, dass wir eine leichte Beute abgeben.

00:31:51: Es wird ohnehin schon bald dunkel und wir haben das Gefühl, dass wir hier nicht wirklich weiterkommen.

00:31:58: Also brechen wir ab.

00:32:00: Moda setzt uns zurück in ein Minibus Richtung Hotel.

00:32:12: Auch wenn wir keine Adresse gefunden haben.

00:32:14: Wir haben einen Eindruck von Christians Leben in Lagos bekommen.

00:32:18: Ich stelle mir vor, dass er genauso von der Hand in den Mund gelebt hat, wie viele andere hier auch.

00:32:24: Ich habe mich so deutlich gesagt in einem Trine.

00:32:27: Man probiert einfach zu überleben, man probiert zu arbeiten, man probiert zu hasseln.

00:32:32: Man arbeitet teilweise sechszehn Stunden am Tag, macht irgendwie zwei, drei Jobs gleichzeitig irgendwie über die Runden zu kommen und schafft es dann trotzdem nicht.

00:32:41: Es passt zu dem, was uns die Fotografin Temi am Anfang der Episode auf der Dachterrasse erzählt hat.

00:32:47: Der Typ der Handy-Ladegeräte von seinem Ziehkarrenverkauf zum Beispiel.

00:32:51: Der hasselt sich durch, versucht bloß zu überleben.

00:32:54: Also die Umstände sind einfach halt so schwierig, dass, auch wenn du super clever bist, es einfach halt fast so möglich ist hier irgendwie halt zu schaffen.

00:33:03: Wenn du jetzt, wenn deine Startposition nicht irgendwie schon in ersten zwei, drei Reihen ist.

00:33:09: Ich stelle mir vor, wie Christian hier in AG gesaß und sich abends im Bett von den hinteren Reihen in die Poleposition gewünscht hat.

00:33:17: Da war ja natürlich auch halt auch einer davon.

00:33:20: Und dann irgendwie die Entscheidung zu treffen, zu sagen, okay,

00:33:24: dann probiere ich jetzt halt

00:33:25: die Route und die gehen nach Europa.

00:33:30: Ja, kann ich auf den Nachfeld ziehen.

00:33:31: Also, ich würde ja genauso handeln in der Situation.

00:33:35: Also, jeder wird genauso handeln.

00:33:37: Also.

00:33:40: Vor dieser Recherche in Lagos hatte ich Christians alte Social Media Accounts aufgestöbert.

00:33:48: Ich wollte sehen, was er gepostet hat und vor allem, ob ich anhand der Bilder, Texte und Locations seinen alten Wohnort bestimmen kann.

00:33:57: Weit gekommen bin ich damals nicht und die Accounts sind in meinen Notizen verschwunden.

00:34:03: Jetzt grabe ich sie nochmals aus.

00:34:05: Vielleicht erkenne ich ihr jetzt nach einem Nachmittag in Aegege zufälligerweise einen Ort auf einem der Fotos.

00:34:13: Ich scrolle gerade durch Christians alten Twitter Feed, auf dem er mal versucht hat, eine Musikkarriere zu starten.

00:34:20: Einen Song bewerbt er dort unter dem Künstl namen TwoGrow, komplett mit Album Cover.

00:34:28: Ich schaue es mir nochmal genauer an und sehe in kleiner Schrift unter dem Titel des Songs einen Produktionscredit, produced by Enzy Pro.

00:34:41: Den können wir doch fragen.

00:34:43: Als ein Produzent müsste er Christian eigentlich kennen.

00:34:50: Fargo.

00:34:51: Endlich meldet er sich.

00:35:00: Ich fasse ihm die ganze Geschichte zusammen.

00:35:03: Er weiß ja noch nichts über Christiansinführung.

00:35:09: Und Fargo antwortet prompt.

00:35:26: Würden wir das Geld einfach schicken, könnten die Schmuckler es einsacken, ohne Christian jemals freizulassen.

00:35:34: Wenn Fargo aber das Geld persönlich vorbeibringt und Christian in den Pfangen nimmt, werden wir nicht verarscht.

00:35:39: Fargo nennt das Insurance Versicherung.

00:35:58: Ich sage, dass ich abklären werde, wie das genau funktioniert.

00:36:02: Ob wir uns bei ihnen oder an einem öffentlichen Ort treffen.

00:36:18: Fargo glaubt nicht, dass die Schmuggler die Übergabe an einen belebten, unübersichtlichen Platz machen.

00:36:24: Zu viel Aufmerksamkeit.

00:36:25: Sie seien da sehr klug.

00:36:35: Fargo sagt, ich soll ihm einfach den Kontakt zu den Schmugglern schicken.

00:36:39: Er regelt den Rest.

00:36:42: Nur, ich stecke ja da jetzt schon mit drin.

00:36:45: Ich kann das hier schnell mit ihnen abklären.

00:36:47: Wo und wie und wie viel Geld.

00:36:50: Ich melde mich also bei Sati, dem Agent.

00:36:53: Und versuche ihm zu erklären, was wir wollen.

00:36:56: Das Geld Cash persönlich vorbeibring und Christian mitnehmen.

00:37:01: Und zwar noch heute.

00:37:09: Sati sagt, schick das Geld, dann lassen wir ihn frei.

00:37:15: Ich sage, ich schicke nichts.

00:37:17: Wir kommen vorbei.

00:37:20: Satti sagt, schick das Geld, dann lassen wir ihn frei.

00:37:25: Ich sage, ich schicke nichts.

00:37:27: Wir kommen vorbei.

00:37:29: Satti sagt, schick das Geld, dann lassen wir ihn frei.

00:37:34: Ich sage, ich schicke nichts.

00:37:36: Wir kommen vorbei.

00:37:41: You get my point.

00:37:43: Über zwei Stunden schicken wir uns ganze fünf und zwanzig Sprachnachrichten hin und her und irgendwann Reiß mit der Geduldsfaden.

00:37:51: Ich beschließe, mich ebenfalls dummzustellen.

00:37:59: Ich diktiere meine Bedingungen als Frage.

00:38:02: Wenn Fargo in Zewia ankommt, bringt Schmuggelbos Gadi Christian und dann bekommt ihr die Kohle.

00:38:09: Richtig?

00:38:12: So.

00:38:13: Jetzt muss er nur noch einmal okay sagen.

00:38:15: Dann sind wir fein raus.

00:38:34: Top!

00:38:35: Kein Problem in Schalla.

00:38:37: Das ist zwar keine explizite Zusage zu unserem Plan, aber gut genug.

00:38:42: Also übergebe ich an Fargo.

00:38:45: Eine halbe Stunde später meldet er sich bei mir.

00:38:49: Sie sagten, das ist eine Sekunde,

00:39:07: nicht eine Sekunde.

00:39:11: Das ist

00:39:21: das, was sie gesagt haben.

00:39:22: Sie sagten, das ist eine Sekunde, eine Sekunde, eine Sekunde.

00:39:29: Er wirft mir vor, nicht auf ihn gehört zu haben.

00:39:33: Und er hat recht.

00:39:34: Es genau das passiert, wovor Geiselverhandler Tim mich gewarnt hat.

00:39:39: Ich wurde erpresst.

00:39:46: Ich soll es sofort aufhören, mit ihnen zu kommunizieren.

00:39:49: Er mache das ab jetzt.

00:40:00: Ich

00:40:01: solle mich beruhigen.

00:40:03: Und dafür das Geld schicken.

00:40:05: Nur...wie?

00:40:10: Das nächste Mal bei... ...dollar.

00:40:14: Ich muss einen Sprung ins Ungewisse wagen.

00:40:23: Und Christian zieht Probleme an wie ein Magnet.

00:40:33: Ich bin mir nicht sicher, ob er ganz ehrlich zu mir

00:40:38: war.

00:40:38: Kann ich ihm trauen?

00:40:40: Zweihundertfünfzig

00:40:58: Dollar.

00:40:59: Wie ich einen Menschen freikaufe.

00:41:02: Episode drei, nächsten Freitag auf nz.ch, Spotify, Apple Podcasts, wo auch immer ihr Podcast hört.

00:41:14: Habt ihr Fragen, Anregungen, Feedback?

00:41:17: Schreibt mir unter www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, www.nz.ch, Recherchiert, geschrieben und erzählt von mir, Alex Spörlke.

00:41:36: Redaktion Dominic Schottner.

00:41:38: Die Regie machen wir beide gemeinsam.

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